Klinik SanssouciKlinik SanssouciKlinik SanssouciNeurochirurgie
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Qualitätsmanagement
nach DIN EN ISO 9001:2008

Fragen zum Bandscheibenersatz

 

Welche Symptome sprechen für eine Prothese?
Im Lendenwirbelsäulenbereich klagen die Patienten vor allem über morgendlichen Anlaufschmerz. Sie können außerdem nicht mehr Heben und Tragen und vor allem nicht mehr lange Sitzen und Stehen! Nachts schmerzt das Drehen im Bett.

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Wann ist die Indikation zur Bandscheibenprothese gegeben?
Nur bei 20% der degenerativen Wirbelsäulenleiden steht der Stabilitätsverlust im Vordergrund. 80% leiden hauptsächlich unter einem Bewegungsverlust in der Wirbelsäule. Bisher wurden alle Patienten versteift. Mit der Bandscheibenprothese ist es möglich, bei ausreichender Stabilität, den Patienten auch ihre Beweglichkeit wieder zu geben.

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Für welche Altersgruppe ist die Bandscheibenprothese geeignet?
Die Prothese ist ideal für Patienten zwischen 30 und 50 Jahren. Diese Patienten stehen beruflich in der Verantwortung und müssen mobil bleiben. Sie profitieren von dem Anheben der Bandscheibe auf ihre ursprüngliche Höhe und den Mobilitätsgewinn. Bei zu jungen Patienten liegt meist noch keine fortgeschrittene Degeneration vor und die Bandscheibe ist noch zu stark gewölbt. Bei älteren Patienten muss auch an die im Alter zunehmende Knochenerweichung und Gefäßarteriosklerose gedacht werden!

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Warum wird die Bandscheibenprothese von vorne durch den Bauch eingesetzt?
Dies ist gerade der große Vorteil der Bandscheibenprothese. Der Zugang von vorne ist der schonendste Zugang zur Wirbelsäule. Dadurch, dass die Rückenmuskulatur nicht durchtrennt wird, wie es meistens noch bei der Versteifungsoperation geschieht, bleibt die wichtigste Stütze des Rückens erhalten und der Patient kann rasch aufgrund der geringen postoperativen Schmerzen mobilisiert werden.

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War die Versteifung der falsche Weg?
Die Spondylodese oder Versteifung ist ein etabliertes Verfahren, aber wir sehen nun in der Langzeitbeobachtung, dass dieses Verfahren auch seine Tücken hat. Natürlich wird dies auch bei der Prothese der Fall sein, aber gerade für den aktiven Menschen ist dieses Verfahren wesentlich weniger invasiv. Nach dem Krieg wurden viele Patienten bei Hüft- und Knieschäden versteift. Diese Versteifungen hielten ein Leben lang, die Behinderung und die Folgeschäden durch die Fehlbelastungen wurden in Kauf genommen. Heute würde niemand mehr eine Hüfte oder ein Knie versteifen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.

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Wie rasch sollte operiert werden?
Die Operation ist erst indiziert, wenn alle konservativen Therapie ausgereizt wurden. Eine Discopathie führt in der Regel nicht zu Ausfällen wie Lähmungen. Es handelt sich um ein reines Schmerzsyndrom. Insofern muss man jede Operationsindikation genau überprüfen. Jeder Patient kann mit Schmerzen anders umgehen. Die Patienten, die ich operiert habe, konnten den Schmerz, trotz aller konservativer Therapieversuche, nicht mehr ertragen. In diesen Fällen besteht also eine absolute Therapieresistenz. Aufgrund der guten Ergebnisse von über 85 % zufriedenen Patienten, bietet die Prothese hier eine sehr gute Therapieoption!

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Kann man nach der Operation wieder Sport treiben?
Prinzipiell ja! Wenn das Einwachsen des Knochens in die Bandscheibe nach drei Monaten abgeschlossen ist, besitzt die Prothese in der Regel ausreichend Stabilität auch für größere Belastungen!

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Welche Belastungen sollte man nach der Operation vermeiden?
In den ersten drei Monaten sollte man nicht schwer heben und tragen sowie ruckartige Bewegungen insbesondere in der Rotation und Flexion vermeiden. Später kann man die Belastung dann stufenweise je nach Ausprägung der Muskulatur steigern.

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Wie lange dauern Operation und der stationäre Aufenthalt?
Im Durchschnitt dauert eine Operation ca. 90 Minuten, bei schlanken Patienten etwas unter einer Stunde, bei etwas gewichtigeren Patienten ungefähr 2 Stunden! Der Patient muss ca. 3-4 Tage in der Klinik verweilen. Bei Operationen an der Lendenwirbelsäule kann es auch mal eine Woche betragen!

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Wie lange ist man arbeitsunfähig?
In jedem Fall sollte eine Schonung mit rückengerechten Verhalten von ca. 12 Wochen eingehalten werden. In dieser Zeit wächst der Knochen in die Prothese ein und baut die sekundäre Stabilität auf. Die Arbeitsunfähigkeit hängt von der beruflichen Belastung ab und beträgt zwischen 6 und 12 Wochen.

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Wie lange ist man nach der Operation bettlägrig?
In der Regel können die Patienten am gleichen Tag wieder aufstehen. Spätestens am nächsten Tag wird der Patient voll mobilisiert!

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Wie hoch ist das Risiko bei der Operation?
Das Verfahren ist sehr sicher. Das Blutungsrisiko beim Bauchzugang liegt bei 1-2%. Die Blutungen wurden aber stets ohne Folgen für den Patienten beherrscht. Durch den vorderen Zugang ist das Verletzungsrisiko für das Nervengewebe geringer als bei dem Zugang von hinten. Auch wenn eine ausgiebige Aufklärung für den Einzelfall notwendig ist, liegt das Risiko für die einzelnen Komplikationen statistisch im Promillebereich!

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Können Männer durch den Eingriff impotent werden?
Nein! Das Risiko einer Erektions- oder Potenzstörung ist extrem gering, da die Nervenversorgung hierfür an anderer Stelle liegt. Lediglich der Samenfluss kann nach der Operation anstatt nach außen in die Blase gehen. Man nennt dies eine retrograde Ejakulationsstörung. Männer mit Kinderwunsch werden deswegen aufgefordert eine Samenspende abzugeben, obwohl dieser auch später noch künstlich gewonnen werden kann. Bei unseren Operationen trat diese Komplikation zweimal auf und bildete sich bei beiden Patienten innerhalb von 6 Monaten vollständig zurück.

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Informationen
Bandscheibenersatz

Op-Technik Bandscheibenprothese von Prodisc®

Op-Anzahl
Weit über 600 Bandscheibenersatz-operationen

Komplikationsrate
Blutung 1-3% Neurologische Defizite 0% Ejakulationsstörung 0% Dislokationen 0% Revisionen < 1% Infektionsrate 0%

Stationärer Aufenthalt
4-7 Tage

Vollbelastung
sofort
10 Tage wirbelsäulen-gerechtes Verhalten

Sportfähigkeit
nach 3 Monaten

Arbeitsunfähigkeit
je nach Tätigkeit
6-8 Wochen