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Eigenfettinjektion zur Brustvergrößerung und Brustformung

Einerseits sind sie schön, andererseits störend – unsere kleinen Fettpölsterchen. Warum also die Fettzellen nicht so verteilen, wie man es gerne hätte? Wo Sport und Ernährung als Motor nicht ausreichen, kann ein ästhetischer Eingriff helfen: In einem Zug wird Fett z.B. aus Oberschenkeln, Po oder Bauch abgesaugt und anschließend in das Brustgewebe eingespritzt. Das heißt, das körpereigene Material wird sinnvoll recycelt.

Das wertvolle Eigenfett wird bereits seit Jahren als Füllmaterial im Gesicht und in vielen Körperarealen verwendet. Langzeitstudien belegen den Erfolg dieses sanften und effektiven Prinzips. Die Unterspritzung ins Brustfettgewebe gilt inzwischen ebenfalls als zuverlässig und war Trendthema auf dem Weltkongress der Plastischen Chirurgen (IPRAS) im Juni dieses Jahres. Die Generalsekretärin der IPRAS, Frau Eisenmann-Klein, spricht von einem in den USA und Japan schon üblichen Verfahren für Brustvergrößerungen. Die Komplikationsrate ist gering, da es sich zum einen nicht um Fremdmaterial handelt und zum anderen keine aufwändige Operation nötig ist. Bekannt ist lediglich ein Restrisiko von öligen Zysten und, dass ein Teil des Fettes nicht integriert und damit abgebaut und ausgeschieden wird.

Das frühere Problem der schlechten Differenzierbarkeit zwischen harmlosen Kalkablagerungen, die durch abgestorbene injizierte Fettzellen entstehen können, und Tumoren ist jetzt gelöst. Ein erfahrener Radiologe kann heute einfache Kalkherde im Drüsengewebe von veränderten Zellen unterscheiden, so dass Fehldiagnosen vermieden werden können.

Die Eigenfettunterspritzung ist eine Ergänzung zu der Wahl von Implantaten. Sie ist empfehlenswert für Frauen, die ihre Brüste um nur ein Körbchen vergrößern möchten oder sich eine schönere, straffere Form wünschen.

Wir sehen den wesentlichen Vorteil der Eigenfettunterspritzung darin, dass „der gesamte Busen homogen, wie auf natürlichem Wege, vergrößert werden kann“. Außerdem könnten mit dem Füllmaterial gezielt Asymmetrien viel einfacher angeglichen und bestimmte Areale, wie das Dekolleté, besser betont werden.

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