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nach DIN EN ISO 9001:2008
Knorpel/Arthrose
Die Arthrose ist eine Schädigung des Gelenkknorpels, die in ihrem Schweregrad sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Die einzelnen Stadien der Arthrose reichen von der leichten Beeinträchtigung der Knorpeloberfläche bis zur völligen Abnutzung der Gelenkflächen.
Entstehung von Arthrose
Viele Faktoren können die Entstehung einer Kniearthrose begünstigen, beispielsweise Störung der Gelenkstatik, Instabilität, verstärkte Abnutzung oder Entzündung.
Daher ist es nicht nur wichtig, die Behandlung der Arthrose stadiengerecht durchzuführen, also abhängig vom Schädigungsgrad des Knorpels, sondern auch die Gesamtsituation zu betrachten, um die Ursachen der Schädigung zu finden und zu beheben.
An allererster Stelle der Therapieplanung bei Arthrose steht daher die Analyse der Faktoren, die zur Schädigung der Gelenkflächen führen. In vielen Fällen ist dann möglich, durch Beseitigung dieser Schadensursachen das Fortschreiten der Arthrose zu stoppen.
Knorpel-Chirurgie
Die Behebung der Krankheitsursachen wird begleitet durch eine symptombezogene Therapie des Gelenk-Knorpels. Diese Behandlungsmethoden zielen darauf ab, ein neues Knorpel-Wachstum anzuregen oder den Knorpel durch Verpflanzung körpereigenen Gewebes teilweise oder ganz zu ersetzen. Die hierfür in Betracht kommenden Verfahren können größtenteils arthroskopisch und somit für den Patienten besonders schonend durchgeführt werden.
Informationen
Knorpel-Chirurgie
Op-Technik
Mikrofrakturierung, Knorpelersatz
Stationärer Aufenthalt
ca. 1-2 Tage
Arbeitsunfähigkeit
ca. 1–8 Wochen
(abhängig von der Tätigkeit)
Achskorrektur
Vielfach hat die Kniearthrose ihre Ursache in einer fehlerhaften Statik des Beins. Das Gewicht des Körpers wird dann nicht, wie bei einem gesunden Knie in der Mitte des Gelenks getragen, sondern an einer der Außenseiten. Dies führt zu einer einseitigen Belastung und damit zu einem erhöhten Verschleiß des Knorpels.
Eine derartige Fehlstellung kann durch eine Achskorrektur operativ sehr erfolgreich mit der Umstellungsosteotomie beseitigt werden, indem der Unterschenkelknochen an einer exakt berechneten Stelle teilweise durchtrennt und in der gewünschten neuen Position fixiert wird. Der entstandene Knochenspalt verwächst bald, und das behandelte Bein kann seine Aufgabe besser als zuvor ausfüllen. Die von Priv.-Doz. Dr. Bernard eingesetzte sog. aufklappende Osteotomie ist eine minimalinvasive Methode, die durch die spezielle Art des Zugangs besonders schonend und komplikationsarm ist.
Informationen
Achskorrektur
Op-Technik
Minimalinvasive, aufklappende Tibiakopfosteotomie, Stabilisierung mit Plattenfixateur
Stationärer Aufenthalt
ca. 3 Tage
Belastung
Teilbelastung für 6 Wochen, danach Vollbelastung
Arbeitsunfähigkeit
ca. 1–8 Wochen
(abhängig von der Tätigkeit)
Stammzellentherapie
Eine neue vielversprechende Möglichkeit zur Behandlung der Kniearthrose stellt die Anwendung von körpereigenen Stammzellen dar. Stammzellen verfügen über die Fähigkeit, Knorpelgewebe neu zu bilden und über ihre Syntheseprodukte die entzündliche Reaktion und somit auch die arthrosebedingten Schmerzen zu reduzieren. Von großem Vorteil bei der Stammzellentherapie ist es, dass unerwünschte Nebenwirkungen wie bei den bisherigen Arthrosemedikamenten entfallen. Die Stammzellen werden aus körpereigenem Fett isoliert, aufbereitet und in einem arthroskopischen Eingriff in das betroffene Gelenk eingebracht (Therapieablauf).
Informationen
Stammzellentherapie
Op-Technik
Stammzellgewinnung durch Liposuktion in Lokalanästhesie Stammzellapplikation arthroskopisch minimalinvasiv in Narkose
Stationärer Aufenthalt
ca. 2 Tage
Belastung
Sofort
Arbeitsunfähigkeit
ca. 1 Woche
Gelenkersatz
Wenn die Arthrose bereits zu weit fortgeschritten ist, so dass diese Methoden keinen Erfolg mehr versprechen, dann wird Gelenkersatz eingesetzt, also Teil- oder Vollimplantate. Hierbei werden lediglich die geschädigten Gelenkoberflächen ersetzt und nicht etwa das gesamte Gelenk ausgetauscht, wie dies z.B. bei der Hüftendoprothetik der Fall ist. Dieses Verfahren bei Gelenkersatz ist in etwa vergleichbar mit dem Überkronen von Zähnen.
Der Patient behält also sein Knie, das durch künstliche Gelenkflächen in seiner ursprünglichen Form und Funktion wiederhergestellt wird.
Informationen
Gelenkersatz
Op-Technik
Minimalinvasive Schlittenprothese Typ Oxford Phase III
Stationärer Aufenthalt
ca. 3 Tage
Vollbelastung
sofort
Arbeitsunfähigkeit
ca. 1–2 Wochen
(abhängig von der Tätigkeit)
Op-Technik
Totalendoprothese Typ LCS
Stationärer Aufenthalt
ca. 7 Tage
Belastung
Teilbelastung für 6 Wochen, danach Vollbelastung