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Knorpel/Arthrose

Die Arthrose ist eine Schädigung des Gelenkknorpels, die in ihrem Schweregrad sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Die einzelnen Stadien der Arthrose reichen von der leichten Beeinträchtigung der Knorpeloberfläche bis zur völligen Abnutzung der Gelenkflächen.

Entstehung von Arthrose

Viele Faktoren können die Entstehung einer Arthrose begünstigen, beispielsweise Störung der Gelenkstatik, Instabilität, verstärkte Abnutzung oder Entzündung.

Daher ist es nicht nur wichtig, die Behandlung der Arthrose stadiengerecht durchzuführen, also abhängig vom Schädigungsgrad des Knorpels, sondern auch die Gesamtsituation zu betrachten, um die Ursachen der Schädigung zu finden und zu beheben.

An allererster Stelle der Therapieplanung bei Arthrose steht daher die Analyse der Faktoren, die zur Schädigung der Gelenkflächen führen. In vielen Fällen ist dann möglich, durch Beseitigung dieser Schadensursachen das Fortschreiten der Arthrose zu stoppen.

 

Knorpel-Chirurgie

Die Behebung der Krankheitsursachen wird begleitet durch eine symptombezogene Therapie des Gelenk-Knorpels. Diese Behandlungsmethoden zielen darauf ab, ein neues Knorpel-Wachstum anzuregen oder den Knorpel durch Verpflanzung körpereigenen Gewebes teilweise oder ganz zu ersetzen. Die hierfür in Betracht kommenden Verfahren können größtenteils arthroskopisch und somit für den Patienten besonders schonend durchgeführt werden.

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Informationen
Knorpel-Chirurgie

Op-Technik
Mikrofrakturierung, Knorpelersatz

Stationärer Aufenthalt
ca. 1-2 Tage

Arbeitsunfähigkeit
ca. 1–8 Wochen
(abhängig von der Tätigkeit)

Achskorrektur

Vielfach hat die Arthrose ihre Ursache in einer fehlerhaften Statik des Beins. Das Gewicht des Körpers wird dann nicht, wie bei einem gesunden Knie in der Mitte des Gelenks getragen, sondern an einer der Außenseiten. Dies führt zu einer einseitigen Belastung und damit zu einem erhöhten Verschleiß des Knorpels.

Eine derartige Fehlstellung kann durch eine Achskorrektur operativ sehr erfolgreich mit der Umstellungsosteotomie beseitigt werden, indem der Unterschenkelknochen an einer exakt berechneten Stelle teilweise durchtrennt und in der gewünschten neuen Position fixiert wird. Der entstandene Knochenspalt verwächst bald, und das behandelte Bein kann seine Aufgabe besser als zuvor ausfüllen. Die von Priv.-Doz. Dr. Bernard eingesetzte sog. aufklappende Osteotomie ist eine minimalinvasive Methode, die durch die spezielle Art des Zugangs besonders schonend und komplikationsarm ist.

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Informationen
Achskorrektur

Op-Technik
Minimalinvasive, aufklappende Tibiakopfosteotomie, Stabilisierung mit Plattenfixateur

Stationärer Aufenthalt
ca. 3 Tage

Belastung
Teilbelastung für 6 Wochen, danach Vollbelastung

Arbeitsunfähigkeit
ca. 1–8 Wochen
(abhängig von der Tätigkeit)

Gelenkersatz

Wenn die Arthrose bereits zu weit fortgeschritten ist, so dass diese Methoden keinen Erfolg mehr versprechen, dann wird Gelenkersatz eingesetzt, also Teil- oder Vollimplantate. Hierbei werden lediglich die geschädigten Gelenkoberflächen ersetzt und nicht etwa das gesamte Gelenk ausgetauscht, wie dies z.B. bei der Hüftendoprothetik der Fall ist. Dieses Verfahren bei Gelenkersatz ist in etwa vergleichbar mit dem Überkronen von Zähnen.

Der Patient behält also sein Knie, das durch künstliche Gelenkflächen in seiner ursprünglichen Form und Funktion wiederhergestellt wird.

 

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Informationen
Gelenkersatz

Op-Technik
Minimalinvasive Schlittenprothese Typ Oxford Phase III

Stationärer Aufenthalt
ca. 3 Tage

Vollbelastung
sofort

Arbeitsunfähigkeit
ca. 1–2 Wochen
(abhängig von der Tätigkeit)

Op-Technik
Totalendoprothese Typ LCS

Stationärer Aufenthalt
ca. 7 Tage

Belastung
Teilbelastung für 6 Wochen, danach Vollbelastung