



Qualitätsmanagement
nach DIN EN ISO 9001:2000
Kreuzband
Die Stabilität des Kniegelenkes wird durch das Kreuzband gewährleistet und muss in jeder Beuge- oder Streckposition, in jeder Drehposition, beim Stehen, beim Hocken, beim Laufen und beim Springen sicher gestellt sein. Ist das Kreuzband gerissen, wird das Knie instabil, es entsteht ein unsicheres Gefühl im Knie.
Kreuzband-Transplantate sorgen für Stabilität
Eine der effektivsten Methoden zur Rückgewinnung der ursprünglichen Stabilität und Beweglichkeit ist der Einsatz von Patellarsehnentransplantaten in Verbindung mit der Pressfit-Technik zur Befestigung. Diese Vorgehensweise hat sich insbesondere dort durchgesetzt, wo es im höchsten Maße auf eine schnelle und sichere Heilung in Verbindung mit maximaler Stabilität ankommt: Bei der Behandlung von Kreuzband-Problemen bei Profi-Sportlern.
Die Pressfit-Technik bei gerissenem Kreuzband
Wesentliches Merkmal dieser Methode ist das Ersetzen des gerissenen Kreuzbandes durch ein Stück Sehne, das dem Patienten in der gleichen Operationssitzung entnommen wird. Es handelt sich hierbei um ein Stück der Kniescheibensehne (Patellarsehne), das zusammen mit Knochenstückchen als Befestigung herausgenommen wird. Mit einer speziellen Verblockungstechnik (Pressfit-Technik nach Hertel) wird dieses Patellarsehnenstück genau an den Ansatzstellen des gerissenen Kreuzbandes eingepflanzt. Durch diese Art der Verankerung mit körpereigenen Materialien können die entnommenen Knochenstücke schnell in den umgebenden Knochen einwachsen. Dies gewährleistet auf natürliche Weise die Befestigung der Sehne im Knochen mit maximaler Haltbarkeit und Dauerhaftigkeit – was in langjährigen Studien belegt wurde. Auf zusätzliche Implantate zur Verankerung, wie Schrauben, Stifte oder ähnliches kann völlig verzichtet werden. Das Knie ist bereits am Tag nach der Operation belastbar, die natürliche Beweglichkeit ist nicht eingeschränkt und heilungsfördernde Rehabilitationsmaßnahmen können sofort beginnen.
Die Operationsmethode ist handwerklich überaus anspruchsvoll und erfordert die Kunstfertigkeit eines erfahrenen Chirurgen. Priv.-Doz. Dr. Bernard hat diese Art der Operation am Kreuzband in den vergangenen 17 Jahren weit über 1.500 Mal durchgeführt und weiterentwickelt.
Äußerste Präzision in der Kreuzband-Chirurgie
Der Schlüssel zum Operationserfolg ist die exakte Positionierung des Implantats. Hierzu entwickelte Priv.-Doz. Dr. Bernard ein bildgebendes Verfahren, mit dem die Position des Kreuzbands und damit auch des Transplantats präzise gemessen werden kann: die Quadranten-Methode. Dieses Verfahren der Qualitätskontrolle ist inzwischen zum internationalen Standard in der Kreuzband-Chirurgie geworden und wird weltweit eingesetzt.
Die Vorgehensweise von Priv.-Doz. Dr. Bernard verbindet drei wesentliche moderne Techniken der Kreuzband-Chirurgie – Einsatz eines Patellarsehnentransplantats, Pressfit-Methode und Quadranten-Methode – zu einer intelligenten Symbiose zur Behandlung von Kreuzband-Rissen.
Druckversion (PDF, 188k)
- Was sind Kreuzbänder und welche Funktion haben sie?
- Wodurch wird das vordere Kreuzband verletzt?
- Wann sollte eine vordere Kreuzbandverletzung operiert werden?
- Unsere Operationstechnik
- Alternative Operationstechniken
- Vor- und Nachteile der gängigen Operationstechniken
- Allgemeine Probleme der Kreuzband-Chirurgie
- Qualitätskontrolle - Quadrantenmethode
- Wie sieht die Nachbehandlung aus?
- Nachuntersuchungsergebnisse
- Eigene wissenschaftliche Vorträge zu diesem Thema
- Eigene wissenschaftliche Veröffentlichungen zu diesem Thema
Informationen
Kreuzband
Op-Technik
Ligamentum Patellae in Doppel-Pressfit-Technik, Implantat- und Schraubenfrei
Op-Anzahl
weit über 1.500 Kreuzband-Operationen (PD Dr. Bernard)
Infektionsrate
0%
Stabilitätsquote
98%
Stationärer Aufenthalt
ca. 3 - 4 Tage
Vollbelastung
nach 2 Wochen
Gehstütze, Orthese
für 2 Wochen
Joggen, Radfahren
nach 6 Wochen
Arbeitsunfähigkeit
ca. 2–3 Wochen
(sitzende Tätigkeit)